Physikalische Therapie & Medizinische Fußpflege

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Physikalische Therapie & Medizinische Fußpflege
Gerd Colling
Tel.: (089) 26 81 25
E-Mail: info@physikalische-therapie-colling.de

Sie finden unsere Praxis für Physikalische Therapie und Medizinische Fußpflege zentral in München am Sendlinger Tor, nahe der Isarklinik.




Physikalische Therapie & Medizinische Fußpflege

Gerd Colling


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Tel.: (089) 26 81 25
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Auch eine Vereinbarung für Termine am Abend, sowie Haus- und Hotelbesuche sind nach Absprache möglich.

Gesundheitsnews



Schwachstelle Knie
Präventionsübungen senken Risiko für Verletzung des vorderen Kreuzbands

Berlin – Wer regelmäßig spezielle Übungen zur Prävention von vorderen Kreuzbandverletzungen macht, eine Innendrehung des Knies beim Sport vermeidet und auf eine korrekte Bewegungstechnik achtet, halbiert sein Risiko für entsprechende Verletzungen oder gar einen Kreuzbandriss. Frauen profitieren noch mehr als Männer von diesen Übungen. In Situationen ohne Kontakt zu anderen Sportlern sinkt ihr Verletzungsrisiko um zwei Drittel. Das schließen Orthopäden und Unfallchirurgen aus mehreren großen Studien (1).

Experten raten Trainern, ihre Sportler gezielt auf Präventionsprogramme hinzuweisen. Wie Knie- und Muskelverletzungen vermieden und effektiv behandelt werden, erklären Experten auf einer Pressekonferenz im Rahmen des Deutschen Kongresses für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU) 2018.

Verletzungen am vorderen Kreuzband zwingen Sportler häufig zu monatelangen Ruhepausen mit Operationen und Reha. Für professionelle Athleten können sie auch das Karriere-Aus bedeuten: Eine Untersuchung hat gezeigt, dass nur zwei Drittel der Sportler in den 41 Monaten nach der Verletzung wieder mit dem üblichen Einsatz spielen können (2). „Präventionsübungen sind deshalb keine verlorene Zeit, sondern eine wichtige Investition in einen verletzungsfreien Sport“, sagt Dr. med. Gerd Rauch, Kongresspräsident des Berufsverbands für Orthopädie und Unfallchirurgie für den DKOU 2018. Zudem erhöht eine Knieverletzung auch das Risiko, im späteren Leben an einer Kniearthrose zu erkranken – auch nach einer operativen Behandlung des vorderen Kreuzbands.

Sportarten mit vielen Sprüngen, abrupten Stopps, schnellen Richtungswechseln und Drehbewegungen belasten das Knie in besonderer Weise. Deswegen verletzen sich vor allem Fuß-, Hand- und Basketballer sowie Skifahrer, Feldhockeyspieler und Judokämpfer am vorderen Kreuzband. Frauen sind dabei zwei- bis achtmal häufiger betroffen als Männer (3). Kreuzbandverletzungen entstehen meist, wenn das Knie in die sogenannte X-Beinstellung gerät: Das bedeutet, dass das Knie sich nach innen dreht, während der Schwerpunkt des Körpers gleichzeitig hinter den Knien liegt und die Beine ungleichmäßig belastet werden. Das passiert meist, wenn der Sportler nach einem Sprung landet, abrupt die Laufrichtung ändert, plötzlich stoppt oder sich dreht. „Verliert der Sportler dabei die Kontrolle über den Bewegungsablauf, ist eine Verletzung des vorderen Kreuzbands quasi vorprogrammiert“, erklärt Rauch, der als Mannschaftsarzt die Handballer vom MT Melsungen betreut. Die Deutsche Kniegesellschaft hat ein Trainingsprogramm entwickelt, das Sportler darin schulen soll, die X-Beinstellung zu vermeiden. In einer 30-seitigen Broschüre beschreiben Experten verschiedene Lauf-, Balance-, Sprung- und Kraftübungen, die die Gelenke und die umliegende Muskulatur stabilisieren. „Diese Übungen sollten zwei- bis dreimal pro Woche in ein 20- bis 30-minütiges Aufwärmtraining eingebaut werden“, empfiehlt Rauch. Ein weiteres Präventionsprogramm heißt FIFA 11+ und wurde vom Weltfußballverband entwickelt.

Ob ein Sportler zur X-Beinstellung neigt, lässt sich mit einem einfachen Sprungtest feststellen. Dazu springt der Athlet von einem Kasten, landet und springt dann mit maximaler Kraft in die Höhe und landet wieder. Sind die Knie bei der Landung nach innen geneigt, sprechen Orthopäden und Unfallchirurgen von der X-Beinstellung. Diese Menschen sind besonders gefährdet und sollten gezielt an einer Änderung dieses Bewegungsmusters arbeiten. „Auch wenn wir viele Knieverletzungen erfolgreich behandeln können, ist Vorbeugen immer die beste Variante“, betont Rauch. „Vor allem im Breitensport findet Prävention immer noch zu wenig Aufmerksamkeit.“ Sportverletzungen und Verletzungsprävention stehen deshalb wieder groß auf der Agenda des DKOU 2018.

Die Broschüre „Stop X – Programm zur Prävention von Sportverletzungen am Kniegelenk“ ist zum kostenlosen Download erhältlich: https://stop-x.de/
Das Präventionsprogramm FIFA 11+ kann unter folgendem Link heruntergeladen werden:
https://www.dfb.de/fileadmin/_dfbdam/16988-Elf-Plus-Manual-Deutsch.pdf

Quellen:

(1) Webster KE, Hewett TE. Meta-Analysis of meta-analyses of anterior cruciate ligament injury reduction training programs. J Orthop Res. (2018)
Doi:10.1002/jor.24043
(2) Ardern CL et al. Return to sport following anterior cruciate ligament reconstruction surgery: a systematic review and meta-analysis of the state of play. Br J Sports Med. (2011) 45:596–606
(3) Joseph AM et al. A multisport epidemiologic comparison of anterior cruciate ligament injuries in Highschool athletics. J Athl Train (2013). 48:810–817


Pressemitteilung zum DKOU 2018
Deutscher Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie
23. bis 26. Oktober 2018, Messegelände Süd, Berlin

Ratgeber: Die besten Übungen bei Hallux Valgus und anderen Fußfehlstellungen
Neu: Selbsthilfe-Buch „Endlich frei von Fußschmerzen!“

Im GU-Verlag ist am 6. August 2018 ein Buch erschienen, das Menschen mit Fußschmerzen effiziente Übungen zur Selbsthilfe anbietet. Das 80-seitige Trainingsbuch „Endlich frei von Fußschmerzen!“ ist ab sofort im Buchhandel erhältlich und enthält eine Vielzahl von Tipps und Übungen bei den häufigsten Fußproblemen wie Hallux Valgus, Knick-, Senk-, Platt-, Spreizfuß und Fersensporn. Schritt für Schritt und mit vielen Fotos erklärt die Physiotherapeutin und Fußexpertin Stella Arndt, wie Leidgeplagte ihre Füße kräftigen und ihrer Fußfehlstellung den Kampf ansagen können. Drei von vier Deutschen leiden im Verlauf ihres Lebens erheblich unter Fußproblemen. Allein der Hallux Valgus bildet sich bei fast 40 % aller Frauen quer durch alle Altersklassen. Doch woher kommen diese Großzehenverformung und andere Fußfehlstellungen und was können Betroffene tun, um sich von Fußschmerzen zu befreien? Wie lässt sich eine mögliche OP, die unter Umständen langfristig mehr Nach- als Vorteile bringt, verhindern? Allen diesen Fragen geht die Autorin Stella Arndt in ihrem Ratgeber „Endlich frei von Fußschmerzen!“ auf den Grund. Sie erklärt, wodurch die Probleme entstehen und zeigt, wie die Statik der Füße mit der Gesamt-Körperstatik zusammenhängt und sich Fußprobleme auf Knie, Hüften, den Rücken und den Nacken auswirken können. Die erfahrene Fußexpertin hat in ihrem Buch eine Vielzahl von Selbsthilfeübungen zusammengestellt. „Der Fuß ist ein Leben lang lernfähig und daher lässt sich egal in welchem Alter über ein einfaches, aber gezieltes Training die Fußstellung und Körperhaltung positiv beeinflussen“, so die Physiotherapeutin, die sich auf die Behandlung von Füßen spezialisiert hat. „Da Einlagen häufig nur kurzzeitig Linderung bringen, aber nur bedingt die Ursache bekämpfen, möchte ich mit diesem Buch alle Menschen mit Fußschmerzen ermutigen, das Problem bei der Wurzel zu packen – und so schwer ist das gar nicht!“ Die Übungen in dem Buch zielen daher zuerst auf die Wahrnehmung und das Verständnis für den eigenen Körper ab und in den weiteren Schritten auf die Kräftigung der Fußmuskulatur, Verbesserung der Koordination und die Dehnung der Faszien. Die Übungen, die Stella Arndt zusammengestellt und entwickelt hat, stammen teils aus der Spiraldynamik®, zu der auch das GEO-Magazin in seiner Ausgabe Juli/2018 berichtete. „Mit Fußübungen, Gang- und Körperhaltungsübungen sowie intensiven Massagen lassen sich die meisten Fehlstellungen sehr gut behandeln – man muss eben nur wissen, wie“, macht die Fachbuchautorin allen Betroffenen Mut. Mit ihrem Buch möchte die Leiterin der „Fußschule Lüneburger Heide“ Menschen mit Fußfehlstellungen zeigen, dass man mit Fußschmerzen nicht einfach leben muss und dass ein auf das jeweilige Problem abgestimmtes Fußtraining eine Alternative zu einer Operation sein kann. „Denn wenn der Patient nach einer OP aus Unwissenheit die Fehlhaltung beim Stehen und Gehen weiter einnimmt, kann es durchaus sein, dass die alten Beschwerden nach kurzer Zeit wieder auftreten. Dann doch lieber gleich die Ursache angehen und eine OP ggf. vermeiden“, erläutert die Fachbuchautorin ihre Intention hinter dem Buch. Die Argumentation der Fußexpertin wird durch die Statistik gestützt: In den letzten Jahren ist die Zahl von OPs alleine am Vorfuß so dramatisch gestiegen, dass der Eingriff an den Zehen in den Top-Ten der OP-Statistik angelangt ist! Dass dies häufig aber keine langfristig sinnvolle Lösung ist, kann keiner besser beurteilen als die Autorin selber: In ihrer physiotherapeutischen Praxis, der angegliederten Fußschule und in ihren zahlreichen bundesweiten Workshops erscheinen immer wieder Patienten, die einige Zeit nach einer OP wieder an den gleichen Schmerzen wie vorher leiden.
Das Buch ist ab sofort für 19,90 € im Buchhandel erhältlich bzw. unter der ISBN: 978-3-8338-6688-3 bestellbar. Es beinhaltet neben den bebilderten Übungen eine DVD/Streaming mit ca. 80 min. Laufzeit.

Interdisziplinäre Kooperation schafft Innovation
3. Bochumer Branchentreff Gesundheit stößt neue Formen der Zusammenarbeit in der Gesundheitsbranche an

Schlagwörter wie Fachkräftemangel, Versorgungsengpässe und Vergütungsprobleme begegnen uns im Gesundheitswesen genauso wie Innovationsstau. Hier sind zukunftsträchtige Lösungen notwendig, um die optimale Patientenversorgung auch in Zukunft sicherzustellen. Mit dem Ziel, die interdisziplinäre Zusammenarbeit des Gesundheitswesens zu verbessern, kamen am 9. August 2018 namhafte Vertreter der bundesweiten Gesundheitsbranche zum 3. Bochumer Branchentreff Gesundheit zusammen. Grundlage der interdisziplinären Diskussion war das Thema „Vielfalt und Kooperation“.

In einem Impulsvortrag stellte Prof. Dr. David Matusiewicz, Dekan an der FOM Hochschule für Ökonomie und Management das Spannungsfeld von Ökonomie, Digitalisierung und neuer Aufgabenverteilung im Gesundheitswesen vor. Dabei stellte er zunächst aktuelle Probleme im Gesundheitswesen, wie im Durchschnitt deutlich zu viele Arztbesuche, sich verstärkender Fachkräftemangel oder Kastendenken in den Professionen dar. Danach warf er einen Blick in die Zukunft und kam zu dem Schluss, dass das Gesundheitswesen von morgen sich stark verändern wird. Dabei spielen vor allem die zunehmende Digitalisierung, eine Verstärkung der Kooperation zwischen den Akteuren und auch die Einbindung von Technologie bei Diagnostik und Dienstleistung zentrale Rollen.

In der anschließenden Paneldiskussion waren sich die Teilnehmer schnell einig, dass eine bessere Zusammenarbeit aller Akteure im Gesundheitswesen notwendig ist. „Die Bereitschaft aller Berufsgruppen zu einer patienten- und fähigkeitsorientierten Zusammenarbeit wäre ein guter Anfang, um Vielfalt und Kooperation in der Praxis zu leben“, betonte die IFK-Vorstandsvorsitzende Ute Repschläger. Der Dekan des Departments für Angewandte Gesundheitswissenschaften an der Hochschule für Gesundheit Bochum, Prof. Dr. Sascha Sommer ergänzte: „Die Akteure müssen in der Lage sein, auf der Basis einer eigenen disziplinären Identität gemeinsam mit Vertreter anderer Disziplinen bzw. anderer Bereiche des Gesundheitswesens integrativ und möglichst gleichberechtigt zu kooperieren. Dies geht deutlich über das bisherige Qualifikationsniveau hinaus.“ Auch die Vorsitzende des Verbands medizinischer Fachberufe, Hannelore König betonte die Notwendigkeit einer intensiven Kooperation zwischen den Akteuren des Gesundheitswesens: „Zwischen den Berufen und Berufsangehörigen ist ein intensiver Austausch aller Kompetenzen erforderlich, es bedarf der Bereitschaft, gemeinsam zu entwickeln und zu lernen.“

Im Fokus der Diskussion stand zudem die zunehmende Digitalisierung im Gesundheitswesen sowie die dafür notwendigen Rahmenbedingungen bei der Umsetzung. „Eine Dimension der Digitalisierung, die das Gesundheitswesen in den nächsten Jahren nachhaltig verändern wird, ist auch hier die Unterstützung der Koordination und Kooperation der Professionen durch geeignete digitale Lösungen“, so die Abteilungsleiterin Flexible Versorgungsformen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Dr. Susanne Armbruster. Christiane Vössing, Fachbereichsleiterin Versorgungsmanagement der Knappschaft-Bahn-See, ergänzte, dass „im aktuellen Umbruch im Zuge der zunehmenden Digitalisierung mutige und visionäre Konzepte nur gelingen, wenn die Freiheitsgrade der Akteure nicht unnötig durch den Gesetzgeber eingeschränkt werden.“ Dabei fasste der Geschäftsführer des Gesundheitsnetzwerks Ruhr, Leif Grundmann, treffend zusammen: „Digitalisierung erzeugt mehr Transparenz, führt zu mehr Kooperation und rettet damit letztendlich langfristig Leben“.

An diesem Ziel wollen die Teilnehmer gemeinschaftlich weiterarbeiten und verließen den Gesundheitscampus in der Gewissheit, schon bald zum 4. Bochumer Branchentreff Gesundheit wieder zusammenzufinden.


Der IFK veranstaltet den Bochumer Branchentreff Gesundheit in Zusammenarbeit mit der Agentur GesundheitsCampus und dem Dienst für Gesellschaftspolitik (dfg), um Perspektiven für moderne Versorgungsstrukturen zu schärfen. Im mittlerweile dritten Jahr der Veranstaltungsreihe diskutierten wieder namhafte Teilnehmer aus Wirtschaft, Wissenschaft, Ärzteschaft und Physiotherapie im Rahmen einer Paneldiskussion über Innovationspotenziale der branchenübergreifenden Zusammenarbeit.